LEBENS-PRAXIS  -  Beratung Coaching Homöopathie Astrologie Familienstellen

Fass Dir ein Herz, weil es Dein Leben ist!

WEISHEITEN ÜBER DAS LEBEN UND DIE LIEBE ZU SICH SELBST




Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiss ich: Das nennt man VERTRAUEN.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiss ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiss ich, das nennt man REIFE.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spass und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiss ich, das nennt man EHRLICHKEIT.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiss ich, das ist SELBSTLIEBE.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.


Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.


Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiss ich: DAS IST DAS LEBEN !
              (Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959)
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Uns're Geburt ist nur ein Schlaf und ein Vergessen:
Die Seele, die mit uns aufgeht, unseres Lebens Stern,
Ward andernorts vermessen
und kommt zu uns von fern.
Nicht völlig in Vergessenheit
und nicht in ganzer Blösse,
als Wolken seiner Glorie zieh'n wir aus
von Gott, bei dem wir sind zu Haus.
        (William Wordsworth, Zeichen der Unsterblichkeit)

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Wir sind keine menschlichen Wesen, die eine spirituelle Erfahrung machen, sondern wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen.
        (Yogi Bajan)

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Die Einladung

Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest.
Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst,
davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst,
verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume,
in das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen.
Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt hast,
ob Du durch Verrat, den Du im Leben erfahren hast,
aufgebrochen und offen geworden
oder geschrumpft bist und Dich verschlossen hast vor Angst und weiterem Schmerz.

Ich möchte wissen, ob Du dasitzen kannst mit Schmerz
– meinem oder Deinem eigenen –
ohne irgendeine Bewegung der Ausflucht,
ohne den Schmerz zu verbergen, ohne ihn verschwinden zu lassen, ohne ihn festzuhalten.

Ich möchte wissen, ob Du mit Freude da sein kannst
– meiner oder Deiner eigenen –,
ob Du mit Wildheit tanzen und zulassen kannst,
dass Ekstase Dich erfüllt bis in die Fingerspitzen und Zehen hinein,
ohne jene Vorsicht, in der Du Dich in acht nimmst,
realistisch bist und Dich an die Begrenzung des Menschendaseins erinnerst.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du mir erzählst, wahr ist.
Ich möchte wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um zu Dir selbst ehrlich zu sein,
ob Du es erträgst, dass Dir deshalb jemand Vorwürfe macht
und Du trotzdem Deine eigene Seele nicht verrätst.
Ich möchte wissen, ob Du treu sein kannst und zuverlässig.
Ich möchte wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch dann, wenn es nicht jeden Tag schön ist,
und ob Du in Deinem Leben einen göttlichen Funken spürst.
Ich möchte wissen, ob Du mit Misserfolg leben kannst
– mit Deinem und meinem –
und immer noch am Ufer eines Sees stehen und "Ja" zum Vollmond rufen kannst.

Es interessiert mich nicht, wo Du lebst oder wie viel Geld Du hast.
Ich möchte wissen, ob Du nach einer kummervollen Nacht voller Verzweiflung aufstehen kannst
– ausgelaugt und mit Schmerzen –
und trotzdem tust, was getan werden muss für Deine Kinder oder andere Menschen.

Es interessiert mich nicht, welche Schulausbildung Du hast oder wo und bei wem Du studiert hast.
Ich möchte wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen und nicht zurückschrecken wirst.
Ich möchte wissen, was Dich von innen aufrechterhält, wenn alles andere wegfällt.
Ich möchte wissen, ob Du mit Dir selbst alleine sein kannst
und ob Du wirklich die Leute magst, mit denen Du Dich in Zeiten der Leere umgibst.
       (Oriah Mountain Dreamer)

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Zeit zu haben, die Zeit vergessen zu können.
Zeit zu haben, zu sehen und zu erkennen.
Zeit zu haben, zu hören und zu erfühlen.
Zeit zu haben, zu weinen und zu lachen.
Zeit zu haben, achtsam zu lieben.
Zeit zu haben, glücklich zu sein.
       (Richard Erlewein)

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Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt – die meisten Menschen existieren nur.
       (Oscar Wilde)
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Die Zeit - ein kostbares Gut

und deshalb: Nimm dir Zeit ...

... um zu arbeiten – es ist der Preis des Erfolges.
... um nachzudenken – es ist die Quelle der Kraft.
... um zu spielen – es ist das Geheimnis der Jugend.
... um zu lesen – es ist die Grundlage des Wissens.
... um freundlich zu sein – es ist das Tor zum Glücklichsein.
... um zu träumen – es ist der Weg zu den Sternen.
... um zu lieben – es ist die wahre Lebensfreude.
... um froh zu sein – es ist die Musik der Seele.
     (alte irische Quelle)

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Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.

achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
              (Talmud)
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Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
Die Sonne stand zum Grusse der Planeten,
Bist alsobald und fort und fort gediehen
Nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
So musst du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
So sagten schon Sibyllen, so Propheten;
Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.
            (Johann Wolfgang von Goethe)
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Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
            (Antoine de Saint-Exupéry)
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In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten.
            (Albert Einstein)
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Bewahre die Liebe in Deinem Herzen. Ohne sie ist das Leben wie ein Garten ohne Sonne, aus dem die Blumen verschwunden sind.
            (Oscar Wilde)
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Das Leben, das ich selbst gewählt

Eh‘ ich in dieses Erdenleben kam,
ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
da war der Irrtum, der gefangen nahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch war da auch die Freude jener Tage,
die voller Licht und schöner Träume sind,
wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,
und überall der Quell der Gaben rinnt;
wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
wo sich der Mensch, der Menschenpein entwunden,
als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel,
mir ward gezeigt die Wunde, draus ich blute,
mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig‘ Leben schaute,
da hört‘ ein Wesen ich die Frage tun:
Ob dies zu leben ich mich traute,
denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermass noch einmal alles Schlimme -
„Dies ist das Leben, das ich leben will!‟,
gab ich zur Antwort mit entschloss‘ner Stimme
und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward geboren ich in diese Welt,
so war‘s, als ich ins neue Leben trat.
Ich klage nicht, wenn ‘s oft mir nicht gefällt,
denn ungeboren hab‘ ich es bejaht.
            (Hermann Hesse)
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Sei du selbst. Alle anderen sind schon vergeben.
            (Oscar Wilde)
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
            (Reinhold Niebuhr)
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Am Ende wird alles gut.
Wenn es nicht gut wird,
ist es noch nicht das Ende.
            (Oscar Wilde)
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Wenn wir tief in den gegenwärtigen Moment eintreten,
verschwinden unser Bedauern und unsere Sorgen.
Wir entdecken das Leben mit all seinen Wundern.
           (Thich Nhat Hanh)
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Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung.
            (Oscar Wilde)
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Der Atem ist das wahre Leben in allen Wesen.

            (Hazrat Inayat Khan)
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Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.
            (Heraklit von Ephesus)
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Jede Veränderung beginnt in uns.
            (Dalai Lama)

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Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.
            (aus China)
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Freiheit
Viele meinen,
frei zu sein -
frei.
Weil sie sich nie
über die Kreise
hinausbewegten,
an denen ihre Ketten
anspannen.
            (Kristiane Allert-Wybranietz)
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Eine innere Situation, die man sich nicht bewusst gemacht hat, taucht aussen als Schicksal auf.
            (C.G. Jung)
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Jeder ist eine Kerze,
angesteckt bei der Geburt.
Nur zu viele
haben sich
ausblasen lassen
von den Winden
der Regeln und Normen,
der Vorschriften und Moral
Sie brennen nicht mehr.
           (Kristiane Allert-Wybranietz)
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Der Suchende soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er in Erschütterung geraten; und (wenn) er erschüttert ist, wird er in Verwunderung geraten, und er wird König über das All werden.
           (Thomas, Absatz 2)
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Durch unsere Entscheidungen definieren wir uns selbst. Allein durch sie können wir unseren Worten und Träumen Leben und Bedeutung verleihen. Allein durch sie können wir aus dem, was wir sind, das machen, was wir sein wollen.
           (Sergio Bambaren)
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Die alten Schienen,
die ich lange Jahre befuhr,
waren mir vertraut,
doch meine Fahrtroute nie.
Sie stand im Fahrplan meiner Erzieher.
Trotzdem wagte ich mich nicht
von diesen wohlbekannten Schienen,
bis ich entgleiste.
Jetzt lege ich meine eigenen Schwellen und Schienen -
mühsam, von Station zu Station.
           (Kristiane Allert-Wybranietz)
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Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.
Und wenngleich sie bei euch sind, so gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, doch nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen.
Ihr dürft ihrem Körper eine Wohnstatt geben, doch nicht ihren Seelen,
Denn diese wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht aufsuchen könnt,
nicht einmal in Euren Träumen.
Ihr könnt euch bemühen, wie sie zu sein, aber trachtet nicht danach,
sie euch gleich zu machen.
Denn das Leben geht weder zurück noch verharrt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder wie lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Kraft, auf dass Seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst eure Spannung in der Hand des Schützen auf die Freude zielen,
denn so wie Er den Pfeil im Fluge liebt, liebt Er zugleich den straffen Bogen.
           (Khalil Gibran, Der Prophet, Über die Kinder)
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Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freuen und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit - nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufrieden sein können.

Ich wünsche dir Zeit - nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrauen,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schauen.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heisst, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!
        (Elli Michler)
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Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
      (Hermann Hesse)

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In einem Wald lebte ein Heiliger, der viele Schüler hatte. Eines Tages lehrte er sie, in allen Wesen Gott zu sehen. Ein Schüler ging in den Wald, um Holz für das Opferfeuer zu sammeln. Plötzlich hörte er den Warnschrei: "Geht aus dem Weg, ein wild gewordener Elefant kommt angelaufen!" Alle ausser dem Schüler des Heiligen ergriffen die Flucht. Er überlegte, dass der Elefant auch Gott sei, nur in einer anderen Form; warum sollte er davonlaufen? Er stand still und verbeugte sich vor dem Tier und begann, sein Lob zu singen. Der Elefantentreiber auf dem Elefanten schrie: "Lauf weg! Lauf weg!" Aber der Schüler rührte sich nicht. Der Elefant ergriff ihn mit dem Rüssel, warf ihn zur Seite und rannte weiter. Verletzt und zerschunden lag der Schüler am Boden.

Als sein Lehrer und seine Mitschüler von dem Unglück hörten, kamen sie herbei und trugen ihn in die Einsiedelei. Durch eine Medizin kam er wieder zu sich. Jemand fragte ihn: "Du wusstest doch, dass der Elefant kam. Warum bist du nicht davongelaufen?" „Aber unser Lehrer hat doch gesagt, dass Gott selbst alle diese Formen der Menschen und Tiere angenommen hat. Da dachte ich, dass Gott der Elefant herankäme, und bin nicht davon gelaufen." Darauf sagte der Lehrer: "Ja, mein Kind, es stimmt, dass Gott der Elefant herankam, aber Gott der Elefantentreiber riet dir, nicht stehen zu bleiben. Da sie alle Manifestationen Gottes sind, hättest du den Worten des Elefantentreibers vertrauen sollen."

           (Aus: "Ramakrishna - Das Vermächtnis" (S. 89) O.W.Barth Verlag)
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